defacto.blog

Andreas Landgraf, 07.03.2010

Gasteltern-Kampagne

Der Initiative "Hilfe für Tschernobylkinder", die wir seit 2006 mit großer Freude unterstützen, ist durch die Arcandor-Pleite der Co-Sponsor Primondo weggebrochen. Ehrensache, dass defacto hier einspringt.

Wir drucken rund 1.000 Flyer zur Anwerbung von Gasteltern, die ein Kind aus Weißrussland für 4 Wochen beherbergen. Ein Teil davon ist die russische Version, denn auch russischsprachige Familien aus der Region sollen angesprochen werden. Dazu kommt ein Plakat, das in der Paul-Gerhardt-Kirche in Stein (dem Herz der Initiative) ausgehängt wird. Bei der Stadtreklame Nürnberg haben wir noch eine Plakatwand für eine Dekade gut. Bevor wir irgendeinen anderen Unfug dort aushängen, spendieren wir die Werbefläche der Initiative. Mal sehen, ob die Großflächenwerbung direkt neben der Einfahrt zu einem Supermarkt-Parkplatz etwas bewirkt!

Für die deutschen Gasteltern produzieren wir dreispaltige Wörterbücher: die wichtigsten Redewendungen werden auf russisch in kyrillischer Schrift, auf deutsch in lateinischen Buchstaben und (ganz wichtig!) auf russisch in deutscher Lautschrift-Umschreibung angegeben. "Guten Morgen!" heißt "Dobroje utra" für alle die, die kein kyrillisch lesen können.

Schließlich drucken wir Briefe auf deutsch und russisch, in denen den Eltern aus Weißrussland und den Gasteltern in Deutschland erklärt wird, wo sich Kulturen, Essgewohnheiten und alltägliche Situationen unterscheiden. In manchen Punkten müssen sowohl Gäste als auch Gasteltern Toleranz aufbringen, damit der Aufenthalt in guter Erinnerung bleibt. Aber die Initiative hat damit 18 Jahre Erfahrung und weiß genau, was man allen Beteiligten sagen muss.

Wir drücken die Daumen, dass auch heuer wieder genügend Gasteltern gefunden werden und freuen uns auf den Kindersommer 2010 und das Sommerfest, das wir heuer zum fünften Mal ausrichten dürfen.

Mehr Informationen unter www.pg-hilfe-fuer-tschernobylkinder.org